Historische Forschungsbestände, Sammlungen und audiovisuelle Dokumentationen werden heute weltweit neu erschlossen. Digitalisierung, internationale Kooperationen und die Zusammenarbeit mit Herkunftsgesellschaften eröffnen neue Möglichkeiten, Wissen zugänglich zu machen, gemeinsam zu interpretieren und für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit nutzbar zu machen.
Die Veranstaltung nimmt diese Entwicklungen anhand der wissenschaftlichen Bearbeitung der Sammlung des Wiener Afrikanisten Walter Pichl in den Blick. Im Rahmen eines österreichisch-senegalesischen Kooperationsprojekts wurden historische Forschungsdaten, Fotografien, Dokumente und Tonaufnahmen aus dem Senegal digitalisiert und gemeinsam mit Partnerinstitutionen in Dakar neu erschlossen.
Expert*innen aus Wissenschaft, Gedächtnisinstitutionen und internationalen Partnerschaften diskutieren, wie digitale Technologien den Zugang zu kulturellem Erbe verändern, welche Möglichkeiten partizipative Restudy-Ansätze eröffnen und welche Verantwortung Bibliotheken, Archive und Museen im Umgang mit Beständen aus kolonialen Kontexten tragen. Im Zentrum stehen Fragen von Wissensgerechtigkeit, Teilhabe, Datenethik und internationaler Zusammenarbeit.
Im Anschluss wird die Wanderausstellung „Zurück nach Dakar. Die Cangin-Sprachen im Dialog mit Forschung, Kunst und gelebtem Wissen“, die im April 2026 in Dakar eröffnet wurde, gezeigt.
Anmeldung unter: g.slezak@oefse.at
