Film: OMEN

Ab 7. Juni 2024
Stadtkino im Künstlerhaus, Akadmiestraße 13, 1010 Wien

Koffi ist besessen. Das glaubt zumindest seine Familie, die ihn deshalb Zabolo, Zeichen des Teufels, nennt. Er kehrt nach vielen Jahren erstmals an seinen Geburtsort im Kongo zurück, nachdem er dort jahrelang geächtet wurde. Koffi will sich den Segen der Familie für seine Heirat mit Alice einholen, mit der er in Belgien lebt. Doch die alten Feindseligkeiten sind weiterhin spürbar, nur seine Schwester Tshala steht dem kollektiven Aberglauben kritisch gegenüber. Koffi will die Gründe für seine Ächtung verstehen und stößt dabei auf ein Familiengeheimnis. Und dann ist da noch Paco, ein Junge aus einer Straßengang, dessen Schicksal mit Koffis Leben verbunden zu sein scheint …

Mit seinem Spielfilmdebüt erforscht der Musiker, Filmemacher und Allroundkünstler Baloji auf eindringliche Weise, wie sehr der Glauben das Schicksal seiner vier Hauptfiguren beeinflusst. OMEN ist ein bildgewaltiger Film mit Elementen aus Surrealismus und magischem Realismus, ein umwerfender Beweis für die kreative Energie des aktuellen afrikanischen Kinos.

Ausführliche Informationen im Presseheft:
https://stadtkinowien.at/wp-content/uploads/2023/09/OMEN_Presseheft_SKFV.pdf

ie talks: "Reflections on diversity in research and teaching: practical relevance in theoretical contexts"

When: Wednesday, June 12th, 2024, 4.15—5.45 pm
Where: Seminar room SG2, Sensengasse 3, 1090 Vienna

Details here.

Dr. Lucyna Darowska researches, among other topics, about education in the context of critical diversity research from anti-discriminatory, intersectional and transcultural perspectives. She has written multiple articles on the concept of diversity at the university.

Abstract:
The ie.talk begins with a brief discussion of diversity in research and teaching, focusing on which understanding of diversity is adequate in this respect. Next, the conditions and frameworks for diversity in research will be considered. Applying some examples and drawing on the current scientific disputes, Dr. Darowska argues that making research and scientific institutions diverse is a great challenge. She will address some of the relevant aspects, also from the perspective of theory of knowledge production and political philosophy, and will maintain that the awareness of the ambiguities enables the 'politics' of small steps. In the field of education there are various concepts of implementing diversity and a vivid discourse on the topic. Yet practical experience shows that the educational institutions rather remain behind their claim to realise diversity as social justice, be it in regard to the access to academia, be it in relation to the curricula or antidiscriminationpolicies. The ensuing joint discussion will be an opportunity for exchange of various perspectives of participants.

Lesung mit anschließender Podiumsdiskussion: "MILELE" © novum Verlag 2023

"MILELE" © novum Verlag 2023

Einladung zum LOVING DAY 2024
Der LOVING DAY wird jährlich am 12. Juni in vielen Städten der Vereinigten Staaten sowie in etlichen Ländern Europas gefeiert. Er verweist auf einen der wichtigsten Meilensteine der antirassistischen Zivilrechtsbewegung: Am 12. Juni 1967 wurde das Gesetz des Bundesstaats Virginia, welches Ehen zwischen Schwarzen und weißen Personen verbot, vom Obersten Gerichtshof aufgehoben. Feiern Sie mit uns!

Lesung mit anschließender Podiumsdiskussion: "MILELE"

Mittwoch, 12. Juni 2024, 18:00 bis 21:00 Uhr
Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien

„Es war die klassische Liebe auf den ersten Blick, an die Yakoub und ich selbst nie geglaubt hatten. Doch gerade wir durften sie erleben, als ich für ein Praktikum nach Sansibar reiste. Schon bald wollten wir ein gemeinsames Leben aufbauen. Wie steinig der Weg zu diesem Ziel werden sollte, war uns damals noch nicht klar“.

Mit ihrer Lesung anlässlich des Tags bikultureller Paare ermöglicht uns die Autorin von „MILELE“ (auf Swahili „ewig, für immer“), sie auf ihrem langen Weg zum gemeinsamen Leben mit Yakoub zu begleiten. Wer diese Gelegenheit wahrnimmt, wird sich nicht nur über die schönen Augenblicke und Erinnerungen des Paares freuen. Denn wenn Lisa die vielen Enttäuschungen und die Momente der Einsamkeit mit all den psychosomatischen Folgeerscheinungen, die mit dem zermürbenden Verfahren der Familienzusammenführung verbunden waren, beschreibt, kann man nicht anders als mit ihr und Yakoub mitzufühlen. Eine Geschichte von grenzenloser Liebe – aber auch von den Konsequenzen einer Migrationspolitik, die viele junge Paare zum beschwerlichen Kampf für ihr Recht auf freie Wahl ihrer Partner*innen zwingt. 

Autorin: Lisa Ahmada (geb. 1992) hat im Rahmen ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin ein Auslandspraktikum in Sansibar absolviert, wo sie ihren künftigen Mann Yakoub kennenlernte. „MILELE“ ist ihre erste Veröffentlichung.
Für ein kleines, feines Buffet nach der Lesung und Podiumsdiskussion ist gesorgt!

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter verein-fibel.at.
Anmeldung unter fibel@verein-fibel.at

Verein FIBEL Traungasse 1/3/9, 1030, Wien

4. Tage der afrikanischen Literaturen Graz

Lesungen | Workshop | Podiumsdiskussion
14. / 15. Juni 2024
KULTUM Graz, Mariahilferplatz 3

Das Thema „Language Crosses Borders” widmet sich der grenzüberwindenden Kraft von Sprachen und Literaturen sowie dem Zusammenspiel von Sprachen und Grenzen mit besonderem Fokus auf Übersetzungen afrikanischer Autor_innen.

Dieses Jahr folgen die Tage der afrikanischen Literatu­ren erneut dem Titel „Lan­guage Crosses Borders“ und widmen sich dem Spannungsfeld zwischen Sprachen und Grenzen, explizit der grenzüberwin­denden Kraft von Spra­chen und Literaturen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Zusammenspiel von Sprachen und Grenzen in Übersetzungen afrikani­scher Autor_innen.

Grenzen treten in verschie­densten Formen auf und sind ein zentrales Thema des 21. Jahrhunderts. Trotz der Multidimensionalität des Grenzbegriffs, wirken Grenzen oft unverrückbar und beinahe naturgege­ben. Betrachtet man jedoch die historischen Gegeben­heiten auf dem afrikani­schen Kontinent, wird das Konstrukt Grenzen deut­lich. Die Sprachvielfalt des afrikanischen Kontinents bietet dabei einen anderen Zugang zu Sprachen und sprachlichen Grenzen, als wir ihn in Europa kennen. Das Thema der Sprache ist in den afrikanischen Literaturen seit dem Kolo­nialismus stark umkämpft. Schließlich entscheiden die Sprachen, wer Zugang zu Geschriebenem und damit auch zu Wissen – insbeson­dere im verschriftlichten Erscheinungsbild des glo­balen Nordens – hat. Auch deshalb war dieser Aspekt ein Streitpunkt bei der his­torischen Conference of African Writers of English Expression1962 in Kam­pala, Uganda. Eine literari­sche Annäherung an dieses Spannungsfeld durch afri­kanische Literaturschaf­fende ist dementsprechend besonders interessant. Dies gilt insbesondere für afrika­nisch-diasporische Literat_innen, deren Beziehung zu Sprachen und Grenzen besonders stark von ihren eigenen „Grenzerfahrun­gen“ geprägt ist.

Eröffnung
Am Freitagnachmittag werden die Tage der afri­kanischen Literaturen von Kamdem Mou Poh à Hom, einem Vertre­ter der Stadt sowie von unserem Moderator Rémi Armand Tchokothe eröff­net. Anschließend wird es Lesungen von Babeth Fonchie Fotchind und Sami Tchak geben sowie geselliges Beisammen­sein bei einem Buffet, ehe der Tag mit Lesungen von Niq Mhlongo sowie Ida Hadjivayanis und Julia Kölbl (Moderation: Andrea Färber) abgeschlossen wird. Die Lesung der deutsch­sprachigen Texte erfolgt durch Ninja Reichert. Als Dolmetscherin fungiert Julia Kölbl.

Workshop
Am Samstag, den 15. Juni, wird es vormittags einen Übersetzungsworkshop (Traveling without Visas: Translators and Inter­preters as Intercultural Diplomats) mit der Über­setzerin Ida Hadjivayanis in Zusammenarbeit mit Tint Journal geben.
Wir bitten um Voranmeldun­gen unter: kultur@chiala.at

Programm: chiala.at/wp-content/uploads/2024/04/CHIALA_tdal-2024_programmheft.pdf

Talk und Diskussion

60 Jahre Afro-Asiatisches Institut Graz & „AKZEPT_dance: Fest der Menschenrechte“

© AAI Graz

Donnerstag, 20. Juni 2024, ab 18.00 Uhr
Afro-Asiatisches Institut, Leechgasse 22-24, 8010 Graz

Das Afro-Asiatische Institut Graz begeht mit einem Festakt sein 60-Jahr-Jubiläum!

Anschließend findet bereits zum dritten Mal unser Fest der Menschenrechte: AKZEPT_dance“ statt, wo Sie / Dich bei Musik, Buffet, interaktiven Formaten und Kunst & Kultur aus aller Welt spannende persönliche Begegnungen warten und wir gemeinsam mit Ihnen/Euch die Vielfalt und das hohe Gut der Menschenrechte feiern wollen.

PROGRAMM
18:00-19:30 FESTAKT 60 Jahre Afro-Asiatisches Institut Graz
afrikanische Tänze, Statements der Festgäste, orientalische Musik, Festzeremonie/"offering"
Moderation: Bolortsetseg Baljinnyam

19:30-22:00 Uhr: AKZEPT_dance - Fest der Menschenrechte
19:30-20:30 Uhr: Montevideo & Friends
20:30-21:00 Uhr: Bollywood_dance mit Smriti Kohli
21:00-22.00 Uhr:  Insingizi

Rahmenprogramm: künstlerische Interventionen, Workshops, orientalisches Buffet, Ausstellungen ("The art of future", "Hypokeimenon")

22:00 Uhr Ende der Feierlichkeiten

Um Anmeldung bis 13.06.2024 unter office@aai-graz.at wird gebeten.

Forum Südliches Afrika: Hitze, Dürre, Hunger – Klimawandel in Afrika. Folgen der Erderwärmung und was man dagegen tun kann

Vortrag von Renate Christ (Wien)

Donnerstag, 20. Juni 2024 – 19 Uhr
SADOCC-Bibliothek, Favoritenstraße 38/18/1, 1040 Wien

Afrika ist der Kontinent der am wenigsten zum Klimawandel beigetragen hat, aber überdurchschnittlich stark davon betroffen ist. Viele negative Auswirkungen sind bereits zu spüren und mit jeder weiteren Erwärmung werden sie dramatischer. Gut geplante Anpassungsmaßnahmen können manche Risiken vermindern. Das Wichtigste ist aber eine drastische Verringerung der Treibhausgasemissionen weltweit und auch in Afrika. Um einen langfristigen positive Effekt zu erzielen sind bei allen Maßnahmen soziale, ökonomische und ökologische Aspekte im Sinn einer nachhaltigen Entwicklung zu beachten.

Dr. Renate Christ ist ausgebildete Biologin. Sie hat viele Jahre für die Vereinten Nationen gearbeitet, zuerst in Nairobi für das UNO Umweltprogramm, später als Leiterin des Sekretariats des Weltklimarats IPCC in Genf. Sie war in einer Reihe von Studien über Auswirkungen von Klimaänderungen involviert und hat aktiv an Verhandlungen im Rahmen der Klimakonvention teilgenommen. Die Integration vom Klimapolitik mit nachhaltiger Entwicklung ist ihr ein besonderes Anliegen. 

FIBEL Workshop

"Familienkonzepte und weibliche Rollenbilder im Wandel". Patriarchale Strukturen, Geschlechterverhältnisse und emanzipatorische Transformation in Österreichischen

Dienstag, 25. Juni 2024 von 17:00 bis 20:00 Uhr
Asylkoordination Österreich, Burggasse 81/7, 1070 Wien

Der Workshop führt die Teilnehmenden durch die Geschichte des Familienrechts in Österreich und die Entwicklung unterschiedlicher Familienkonzepte im Laufe der letzten 100 Jahre. Welche Änderungen hat die Familienrechtsreform von 1975 gebracht und welche Herausforderungen gab es für bikulturelle Familien und Alleinerziehende? Ein besonderer Fokus liegt auch auf dem Einfluss der Frauen*bewegungsgeschichte und dem weiblichen Widerstandswillen, der das Familienrecht und die Lebensbedingungen von Frauen* in der österreichischen Gesellschaft maßgeblich beeinflusst hat. Ziel ist es, die patriarchalen Strukturen vergangener Zeiten zu betrachten, die emanzipatorischen Veränderungen, aber auch die heutigen Roll-Back-Tendenzen zu erkennen. Das vermittelte Wissen und der interaktive Austausch darüber sollen dabei unterstützen, Machtverhältnisse bewusst zu hinterfragen und zu verändern.  

Workshopleitung: Petra Unger, MA ist Begründerin der Wiener Frauen*Spaziergänge. Sie ist als Kulturvermittlerin, akademische Referentin für feministische Bildung und Politik sowie als Expertin für Gender Studies und Feministische Forschung tätig.

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter verein-fibel.at.
Anmeldung unter fibel@verein-fibel.at

Stadtspaziergang Afrikanisches Wien mit Univ.-Prof. Dr. Walter Sauer

Treffpunkt: 30. Juni 2024 – 14 Uhr, Ignaz Seipel-Platz, 1010 Wien
Dauer: ca. 2,5 Stunden

“Ein Spaziergang durch Wien zum Thema ‚Afrika‘ mit Walter Sauer legt „überraschende Facetten österreichischer Geschichte und Gegenwart frei. Die Erinnerungsorte – Straßennamen, Altarbilder, Museen oder Denkmäler – erzählen Geschichten von Rassismus, Sklaverei und Exotisierung. Es geht um die Afrikabilder in unseren Köpfen, wobei das europäische Bild von Afrika nicht immer negativ war.“ (Wolfgang Kos).

Wir gehen den Spuren nach, die Afrika und seine Menschen in Österreich gezogen haben und noch ziehen. Wir möchten den Horizont öffnen für ein österreichisch-afrikanisches Verhalten, das frei von Diskriminierung, frei von Vorurteilen ist.

Bitte Ausweis für öffentliche Verkehrsmittel und ev. Fernglas mitnehmen.
Unkostenbeitrag Euro 15,- . max. 20 Teilnehmer*innen.

Das Buch zum Thema ist während des Spaziergangs erhältlich: Expeditionen ins afrikanische Österreich

Wir bitten um Anmeldung (mit Personenzahl, Namen + Tel.nr.) an office@sadocc.at