Neue Ausgabe von Radio Indaba #10

Neue Ausgabe von Radio Indaba #10
2. April 2026, 16 Uhr
Radio Orange: https://o94.at/programm/sendereihen/radio-indaba
Themen:
Namibia: Zwischenbilanz nach dem ersten Amtsjahr von Präsidentin Nandi-Ndaitwah/ Aktuelle Nachrichten aus Tansania und Südafrika
Gestaltet von Alexander Kupfer und dem SADOCC-Radioteam
o94.at/programm/sendung/id/2512808
In dieser Ausgabe von Radio Indaba richten wir den Blick schwerpunktmäßig nach Namibia: Dort ist Präsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah seit einem Jahr im Amt. Aus diesem Anlass zieht David Kainrath, Vorstandsmitglied der Österreichischen Namibia Gesellschaft (ÖNG), im Interview eine Zwischenbilanz zur bisherigen Regierungsarbeit und beleuchtet zentrale politische und wirtschaftliche Entwicklungen im Land. Im Gespräch geht es dabei unter anderem um Reformansätze, bestehende Herausforderungen wie Ungleichheit und Arbeitslosigkeit sowie um Perspektiven für die weitere Entwicklung Namibias. Außerdem sprechen wir mit ihm über den aktuellen Stand des Projekts „Hyphen“, das in Lüderitz grünen Wasserstoff produzieren soll (wir berichteten) sowie den namibischen Bergbausektor.
Indaba bedeutet übersetzt aus dem isiZulu 'Neuigkeit' oder 'Gespräch'. Radio Indaba richtet alle zwei Monate das Spotlight auf aktuelle Themen, Neuigkeiten und Entwicklungen im südlichen Afrika. Wir berichten darüber und sprechen mit beteiligten Akteurinnen und Expertinnen, die uns wertvolle Perspektiven geben, die in der medialen Berichterstattung sonst zu wenig oder gar keinen Platz bekommen.
Auf Radio Indaba möchten wir vielen verschiedenen Themen Platz geben: Von Politik und Gesellschaft über Kunst und Kultur bis hin zu Wirtschaft und Ökologie: Wir sprechen darüber. Auch die Beziehungen zwischen Österreich/Europa und dem südlichen Afrika betrachten wir auf dieser Sendereihe. Fragen der globalen Ungleichheit und globaler Gerechtigkeit sind stets Leitmotive unserer kritischen Betrachtung. Zu guter Letzt ist Radio Indaba auch eine Plattform für Geschichten von Menschen aus dem südlichen Afrika, die in Wien und Österreich leben.
Hinter Radio Indaba steht die SADOCC – das „Dokumentations- und Kooperationszentrum Südliches Afrika" in Wien. Sie ist als NGO die direkte Nachfolgeorganisation der österreichischen Anti-Apartheid-Bewegung und versteht sich in ihrem nunmehr 30-jährigen Bestehen als Solidaritätsorganisation mit dem südlichen Afrika. Die regelmäßigen Veranstaltungen der SADOCC sind auch Gegenstand der Berichterstattung auf Radio Indaba. Wir möchten einen Beitrag zur Medienlandschaft leisten, der gängige mediale Narrative über Afrika aufbricht und eine vollständigere, fairere und realitätsnähere Perspektive auf diese Zusammenhänge bietet.
Für Radio Indaba ist es ein großes Anliegen, nicht in erster Linie ÜBER das südliche Afrika zu berichten, sondern vor allem Stimmen AUS dem südlichen Afrika eine Plattform zu bieten, und ein differenzierteres Bild afrikanischer Zusammenhänge zu fördern, in dem auch positiven Entwicklungen der Raum gegeben wird, den sie eigentlich verdienen.
Nachhören: https://cba.media/podcast/radio-indaba
https://www.sadocc.at/radio-indaba-archiv/
Podiumsdiskussion und Präsentation der ÖFSE Flagship Publikation „Österreichische Entwicklungspolitik 2025“

Podiumsdiskussion und Präsentation der ÖFSE Flagship Publikation „Österreichische Entwicklungspolitik 2025“
Aid in Crisis – Humanitäre Herausforderungen in einer Zeit der Mittelkürzungen
Dienstag, 21.04.2026, 17:00 - 19:00
C3 – Centrum für Internationale Entwicklung, Alois Wagner-Saal, Sensengasse 3, 1090 Wien
Wir bitten um Anmeldung unter: registration@oefse.at
Am Podium: Christian Brunmayr (Abteilung Humanitäre Hilfe und Nahrungsmittelhilfe, BMEIA), Sarah Knoll (Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien), Johannes Trimmel (Sightsavers)
„Aid in Crisis“ ist der thematische Schwerpunkt der jüngsten Ausgabe der Publikationsreihe Österreichische Entwicklungspolitik, die von der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) seit 1975 regelmäßig herausgegeben wird. Der Band beleuchtet Schnittstellen zwischen humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung in einem Kontext, der von geopolitischen Spannungen und einem Rückgang öffentlicher Entwicklungsleistungen geprägt ist.
Der Band greift damit aktuelle Debatten über die Rolle von Finanzierungsmechanismen und -ansätzen in langanhaltenden wie neu entstehenden Krisen auf, ebenso wie die Krise der Entwicklungsfinanzierung selbst. Er befasst sich mit den komplexen Anforderungen, Finanzflüsse und Entwicklungsinterventionen mit den Prinzipien der Konfliktsensibilität, der lokalen Eigenverantwortung und der Politikkohärenz in Einklang zu bringen. Und er zeichnet eine sich wandelnde Landschaft der humanitären, entwicklungsbezogenen und friedensfördernden Finanzierung sowohl aus europäischer als auch aus globaler Perspektive nach.
Der Finanzteil der Publikation gibt darüber hinaus einen Überblick über entwicklungsrelevante Finanzflüsse aus Österreich in den Globalen Süden und beleuchtet dabei insbesondere die öffentlich und privat finanzierte Entwicklungszusammenarbeit, öffentliche und private Investitionen sowie Rücküberweisungen von Migrant*innen an ihre Herkunftsländer.
SADOCC - Forum Südliches Afrika: South African Theatre with Elisabeth Knittelfelder

South African playwright and performer Buhle Ngaba in Bling! (2024)
© Nurith Wagner-Strauss 2024
SADOCC - Forum Südliches Afrika: South African Theatre with Elisabeth Knittelfelder
South African Theatre: At the Intersection of Storytelling and Socail Justice
Lecture by Elisabeth Knittelfelder (Vienna)
23. April 2026 – 19 Uhr
SADOCC-Bibliothek
Favoritenstraße 38/18/1, A-1040 Wien
Theatre and politics are closely intertwined in South Africa. During apartheid, theatre was used as a means of protest and tool of resistance, defying apartheid’s racist laws and strict censorship regulations. With the Truth and Reconciliation Commission, which William Kentridge calls “a kind of ur-theatre”, the act of (public) testimony and bearing witness has become a crucial part of contemporary South African theatre as it engages with the socio-political discourses of the post-apartheid nation.
How did this unique theatre language develop in South Africa? And in what ways does theatre in South Africa engage with pressing and topical societal issues today?
Elisabeth Knittelfelder is a postdoctoral university assistant at the Department of African Studies at the University of Vienna. She has worked on South African testimonial and documentary theatre at the University of the Western Cape (UWC) in South Africa and at Potsdam University in Germany. Her current research takes an ecocritical approach and explores the nexus of coloniality, environmental crisis, and climate justice in African literatures, theatre, and performance.
Philanthropie in Afrika
27. April 2026 von 17 -18.30 Uhr mit anschließendem Get-Together
Oktogon bei DLA Piper, Schottenring 2/6, 1010 Wien
Globale Umbrüche eröffnen neue Perspektiven: Wer Afrikas Dynamiken jenseits gängiger Bilder versteht, erkennt neue Chancen für wirksame Philanthropie, strategische Partnerschaften und nachhaltige Investitionen.
Was Sie über Imbizos, die Springboks und 5-Jahres-Pläne wissen sollten …
Von geopolitischen Spannungen über Klimafragen bis zu wirtschaftlicher Neuorientierung – internationale Entwicklungen wirken direkt auf Österreich. Gerade der Blick auf afrikanische Länder lohnt sich: Zwischen vertrauten Medienbildern und rasantem wirtschaftlichem, gesellschaftlichem und technologischem Fortschritt liegen Potenziale, die oft unterschätzt werden. Ein fundiertes Verständnis dieser Zusammenhänge ist heute zentrale Kompetenz für alle, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Wirkung erzielen wollen.
Freuen Sie sich auf einen Abend mit neuen Einblicken, frischen Partnerschaften und konkreten Beispielen aus der Praxis.
Keynote: Christoph Schmocker
Der südafrikanisch-schweizerische Philanthropie-Experte arbeitet seit 2023 für den DG Murray Trust in Südafrika. Zuvor verantwortete er bei Julius Baer den Fokus „Reducing Wealth Inequality“ und war zehn Jahre CEO der UBS Optimus Foundation. Er verbindet Finanzexpertise mit wirkungsorientierter Philanthropie und globaler Perspektive.
Im anschließenden Gespräch diskutiert Christoph Schmocker mit Bernd Brünner (Geschäftsführer ADA) und Expert*innen aus Philanthropie und Stiftungen neue Formen partnerschaftlicher Kooperation – von Klimaschutz mit wirtschaftlichem Ansatz über innovative Bildungsinitiativen bis zur Förderung lokaler Social Businesses.
Wir bitte um Anmeldung unter office@stiften.at
In Kooperation mit der Austrian Development Agency (ADA).

Wann: Dienstag, 28. April 2026, 18:00 Uhr, Einlass ab 17:30 Uhr
Wo: Diplomatische Akademie, Favoritenstraße 15a, 1040 Wien
Ob Arbeitsbedingungen, Umweltbelastungen oder der Zugang zu sicheren Produkten: Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit der Wahrung von Menschenrechten verknüpft. In einer volatilen Weltwirtschaft stellen komplexe Lieferketten und Konzernstrukturen den wirksamen Schutz dieser Rechte vor erhebliche Herausforderungen. Mit der „Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit“ (Corporate Sustainability Due Diligence Directive, CSDDD) wollte die EU erstmals einen verbindlichen Rahmen für menschenrechtliche und umweltbezogene Unternehmensverantwortung schaffen. Kaum in Kraft, soll die CSDDD jedoch schon wieder abgeschwächt werden.
Welche Folgen haben die vom EU-Trilog vorgesehenen Änderungen der CSDDD – etwa die Beschränkung auf besonders große Unternehmen – für den Schutz von Menschenrechten und Umwelt? Fördert die Abschwächung tatsächlich die Wettbewerbsfähigkeit, oder gefährdet sie den Wirtschaftsstandort EU? Und wie können Unternehmen befähigt werden, ihre menschenrechtlichen und umweltbezogenen Maßnahmen wirksam zu gestalten? Ein hochkarätiges Panel nimmt diese Fragen zum Anlass, zentrale Herausforderungen und Perspektiven unternehmerischer Verantwortung für Menschenrechte zu diskutieren.
PROGRAMM
Begrüßung
Teresa HATZL, Advocacy & Research Officer, Amnesty International Österreich
Keynote
Camilla Sophia HAAKE, Leiterin, Programmlinie „Nachhaltigkeit, Entwicklung, Wirtschaft und Soziales“, Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte
Podiumsdiskussion
Camilla Sophia HAAKE, Leiterin, Programmlinie „Nachhaltigkeit, Entwicklung, Wirtschaft und Soziales“, Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte
Felicitas HINKIS, Senior Consultant, Corporate Social Responsibility Einkauf, Lidl Österreich GmbH
Bettina ROSENBERGER, Geschäftsführerin, Netzwerk Soziale Verantwortung
Vertreter:in des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (tbc)
Moderation
Birgit DALHEIMER, Wissenschaftsredakteurin, ORF Radio Ö1
Im Anschluss: Empfang
TEILNAHME & ANMELDUNG
Die Teilnahme ist kostenlos. Aufgrund des limitierten Platzangebotes bitten wir bis Montag, 27. April 2026 unter https://eveeno.com/236446462 um Anmeldung. Das Programm zum Download sowie weitere Details zur Veranstaltung finden Sie hier auf unserer Website. Unsere Veranstaltungsräumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich.
corporAID Konferenz 2026: Business mit Impact – Afrika im Fokus
Dienstag, 5. Mai 2026 | 10:00 – 18:00
Industriellenvereinigung, Schwarzenbergplatz 4, 1030 Wien
Die corporAID Konferenz 2026 widmet sich „Business mit Impact“ in Emerging Markets mit besonderem Fokus auf Afrika, aber mit Blick auf weitere dynamische Wachstumsmärkte. Im Zentrum stehen wirtschaftliche Chancen sowie die Frage, wie Unternehmen, öffentliche Institutionen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Wissenschaft gemeinsam tragfähige Geschäftsmodelle, Partnerschaften und unterstützende Strukturen entwickeln können. Die Konferenz zeigt Markt- und Kooperationspotenziale auf, beleuchtet Finanzierungs- und Innovationsinstrumente und verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit nachhaltiger Wirkung, um konkrete Ansatzpunkte für zukunftsfähiges Engagement zu vermitteln.
https://www.corporaid.at/corporaid-konferenz-2026-business-mit-impact-afrika-im-fokus/
Podiumsdiskussion: Faire Wirtschaftspartnerschaften schaffen - Österreichs Afrika-Strategie im Fokus.

Podiumsdiskussion: Faire Wirtschaftspartnerschaften schaffen - Österreichs Afrika-Strategie im Fokus.
Welchen Beitrag kann die Afrika-Strategie für Das Recht nicht gehen zu müssen leisten?
Donnerstag, 7. Mai 2026, 18:00 - 20:00 Uhr
Diplomatische Akademie Wien, Favoritenstraße 15a, 1040 Wien
Sprache: Englisch, Eintritt frei!
Eine Veranstaltung von Arbeiterkammer Wien (AK Wien), Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB) und Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC)
Vor dem Hintergrund der angekündigten österreichischen Afrika-Strategie 2026–2029 diskutieren unsere Podiumsgäste, welchen Beitrag Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Diaspora, Sozialpartnerschaft und Zivilgesellschaft leisten können.
Keynote:
Stefan Scholz, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Am Podium:
Joel Akhator Odigie, International Trade Union Confederation - Africa
Michelle Amoakoh, AiDiA - Business Empowerment Hub
Ruth Mirembe, Institut für Österreichisches und Internationales Steuerrecht an der Wirtschaftsuniversität Wien
Werner Raza, Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung
Moderation: Miriam Mona Mukalazi, VIDC Global Dialogue
Anmeldungen an: fanizadeh@vidc.org
Ausstellung: Kolonialismus am Fensterbrett

Ausstellung: Kolonialismus am Fensterbrett
Weltmuseum Wien, Neue Hofburg, Heldenplatz, 1010 Wien
Ausstellung: 28. Mai 2025 bis 25. Mai 2026
Die Ausstellung wirft einen Blick auf zehn unserer seit Jahrhunderten beliebtesten Zimmer- und Balkonpflanzen, deren natürlicher Lebensraum außerhalb Europas liegt. Diese Pflanzen haben eine ähnliche Geschichte wie unsere ethnografischen Sammlungen und gelangten teilweise gemeinsam mit den Objekten auf langen Schiffsreisen nach Europa und in die Museen.
Täglich außer Montag, 10 bis 18 Uhr
Dienstag, 10 bis 21 Uhr
Die Ausstellung im partizipativen Raum zam ist kostenlos zugänglich.
Das Festival für das Gute Leben für Alle
Das Südwind Straßenfest ist eine bunte Mischung aus rauschender Party mit Klängen aus aller Welt, nachhaltigen und fairen Einkaufsmöglichkeiten, sowie einer Plattform, um gemeinnützige Vereine und zivilgesellschaftliche Initiativen für Entwicklungspolitik, Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Umweltschutz und Nord-Süd-Kooperation kennenzulernen.
Wann: Samstag, 30. Mai 2026, 14:00 bis 23:00Uhr und Sonntag 31. Mai 2026, 12:00 bis 20:00 Uhr
Wo: Campus der Universität Wien, Hof 1, Spitalgasse 2, 1090 Wien
Eintritt ist frei!
Euch erwartet:
- stimmungsvolle Livemusik
- Vereine & Initiativen zum Kennenlernen
- nachhaltige & faire Einkaufmöglichkeiten
- spannende Vorträge & Diskussionsrunden
- Workshops & buntes Kinderprogramm
- kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt
- Tombola: Jedes Los gewinnt!
- nach ÖkoEvent Kriterien ausgerichtet
