Österreichische Entwicklungspolitik 2022. „Quo vadis, Österreichische Entwicklungspolitik?“

Donnerstag, 26.1.2023, 17:00 - 19:30 Uhr
C3 – Centrum für Internationale Entwicklung Sensengasse 3, 1090 Wien

Österreichische Entwicklungspolitik 2022
„Quo vadis, Österreichische Entwicklungspolitik?“
Präsentationsveranstaltung und Abschiedsfeier für Michael Obrovsky

Die jährlich erscheinende ÖFSE-Flaggschiff-Publikation „Österreichische Entwicklungspolitik“ stellt ein wichtiges Referenzdokument für entwicklungspolitische Entscheidungsträger*innen in Österreich dar.

Die Präsentation der „Österreichischen Entwicklungspolitik 2022“ markiert auch den Abschied von ihrem langjährigen Mit-Herausgeber Dr. Michael Obrovsky. In der ÖFSE seit dem Jahr 1984 tätig, war Michael Obrovsky jahrzehntelang für die Analyse der Finanzflüsse im Rahmen der Publikation verantwortlich und hat durch sein fundiertes Wissen zentral zu ihrer Reputation als Jahrbuch der Österreichischen Entwicklungspolitik beigetragen.

Die Präsentationsveranstaltung wird sich daher, in Wertschätzung von Michael Obrovskys Beitrag zur entwicklungspolitischen Debatte, der Frage widmen, wo die österreichische Entwicklungspolitik derzeit steht und wohin sie in Zukunft gehen soll.

Anmeldung: registration@oefse.at 

Doppel-Buchpräsentation und Diskussion mit Lena Schilling und Alexander Behr

Globale Solidarität und radikale Wende. Welche Konzepte brauchen wir, um die imperiale Lebensweise zu überwinden und die sozial-ökologische Transformation umzusetzen?

Dienstag, 31.01.2023 17:00 - 19:00
C3 - Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien, Alois-Wagner-Saal

Klimakrise, Ausbeutung, Kriege: Wenn wir die Krisen unserer Zeit überwinden wollen, müssen wir uns von der imperialen Lebensweise befreien. Es bleibt nicht viel Zeit, um die irreversiblen Schäden einzudämmen, die der global entfesselte Kapitalismus verursacht. Die Klimakrise wirkt heute als Brandbeschleuniger für alle anderen Krisen – seien es soziale, ökonomische und ökologische Krisen oder kriegerische Auseinandersetzungen.

Wir stehen vor dem Jahrhundertprojekt der sozial-ökologischen Transformation, das nur mit globaler Solidarität gelingen kann. Für unsere Arbeit brauchen wir einen langen Atem und mutige Hartnäckigkeit. Wir müssen die imperiale Lebensweise überwinden und globale soziale Gerechtigkeit innerhalb der ökologischen Grenzen unseres Planeten durchsetzen. “Nur mit kollektiv gelebter Solidarität – gleichsam als Gegenstück zur imperialen Lebensweise – werden wir einen Ausweg aus der Vielfachkrise finden.” sagt Alexander Behr in seinem neuen Buch.

Generation Neustart
Eine Generation, die auf die Straße geht, um für ihre Zukunft zu kämpfen, sagt: Es darf kein »Weiter wie bisher« geben. Lena Schilling ist ihre Stimme. Sie erzählt die Geschichte einer Selbstermächtigung der Jugend, warum tausende junge Menschen politisch aktiv werden und die Praxis des Protests für eine klimagerechte Welt leben, warum und wie das politische und wirtschaftliche System in unserem Land grundlegend umgebaut werden muss. Wenn Entscheidungsträger*innen 20 Jahre lang verabsäumen, Änderungen einzuleiten, während die Klimakrise voranschreitet, braucht es radikale Antworten auf Probleme, die wir als Gesellschaft an ihrer Wurzel packen müssen. Weil wir eine Welt zu gewinnen haben.

Es geht an diesem Abend um die Veränderungen, die es brauchen wird um die Klimakatastrophe abzuwenden, um Gemeinschaftsprojekte, um Zusammenhalt und um das große Ganze. In ihrem leidenschaftlichen Plädoyer für globale Solidarität und radikalen Wandel schlagen beide Autor*innen Wege vor, wie dies gelingen kann.

Lena Schilling ist eine österreichische Klimaaktivistin, die mit der Fridays for Future-Bewegung in die Öffentlichkeit getreten ist. Die Wienerin ist Sprecherin der Initiative für ein Lieferkettengesetz und gründete 2020 den Jugendrat, eine unabhängige Jugendorganisation. Sie setzt sich vorrangig für Klimagerechtigkeit, Feminismus und Migration ein.

Alexander Behr ist Politikwissenschafter und Journalist und engagiert sich in weltweit vernetzten sozialen Bewegungen. Schwerpunktmäßig ist er in antirassistischen Zusammenhängen aktiv sowie in Klimabewegungen und Bewegungen für eine nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft. Er arbeitet in einem Netzwerk zur Unterstützung von Landarbeiter*innen in der Gemüseproduktion und gründete das Netzwerk Afrique-Europe-Interact mit, das westafrikanische und europäische Basisbewegungen vereint. Als Journalist hat er mehrere Bücher von Geflüchteten übersetzt und herausgegeben.

Anmeldung bei Hanna Reiner: h.reiner@oefse.at

Zu den Büchern:

Lena Schilling
Radikale Wende.
Weil wir eine Welt zu gewinnen haben
208 Seiten
ISBN 978-3-99050-231-0
Oktober 2022

Alexander Behr
Globale Solidarität
Wie wir die imperiale Lebensweise überwinden und die sozial-ökologische Transformation umsetzen
ISBN 978-3-96238-370-1
Softcover, 280 Seiten
Oktober 2022

Kick-Off Event des Black History Month 2023

Der bereits zum zweiten Mal organisierte Black History Month in Österreich möchte den Monat gemeinsam mit allen Interessierten in der Wiener Hauptbücherei begehen. Vereine, Projekte und Personen können sich gerne beim Organisationsteam melden, um als Präsentator*in beim Event mitzumachen.

Wann: 2. Februar 2023, 19 Uhr
Wo: Hauptbücherei am Gürtel, Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien
Um Anmeldung unter bhm@blackaustria.info wird gebeten