Ausstellung: Kolonialismus am Fensterbrett

Weltmuseum Wien, Neue Hofburg, Heldenplatz, 1010 Wien

Ausstellung: 28. Mai 2025 bis 25. Mai 2026 

Die Ausstellung wirft einen Blick auf zehn unserer seit Jahrhunderten beliebtesten Zimmer- und Balkonpflanzen, deren natürlicher Lebensraum außerhalb Europas liegt. Diese Pflanzen haben eine ähnliche Geschichte wie unsere ethnografischen Sammlungen und gelangten teilweise gemeinsam mit den Objekten auf langen Schiffsreisen nach Europa und in die Museen.

Täglich außer Montag, 10 bis 18 Uhr
Dienstag, 10 bis 21 Uhr

Die Ausstellung im partizipativen Raum zam ist kostenlos zugänglich. 

Online guest lecture: "Speaking about the language of the ancestors: discourses on Khoekhoegowab among KhoeSan activists in Cape Town"

As part of our course Perspectives on Multilingualism at the University of Vienna, we warmly invite you to a guest lecture dedicated to activist discourse in South Africa.

Date: December 16, 2025
Time: 5 pm Vienna Time (UTC+1)
Please register via email to 
Eva.vetter@univie.ac.at

Our guest speaker, Dr. Justin Brown, is a Lecturer in Linguistics at the University of Cape Town. His main research interests are in language ideologies, language politics, discourses around language shift, endangerment, maintenance, and revitalization, as well as in issues of decoloniality in linguistics.
https://humanities.uct.ac.za/department-asl/contacts/justin-brown

Join Zoom Meeting
https://univienna.zoom.us/j/64230665805?pwd=4am7xIDVEBg4P2LHLvKYINSsNt2NdF.1
Meeting ID: 642 3066 5805
Passcode: 747964

We look forward to welcoming all participants interested in linguistic anthropology, activism and contemporary debates on language and belonging.
Warm regards
Eva Vetter and Mohamed Abdel Keream, University of Vienna

Tagung: Kirche und Kolonialismus. Historische, theologische und politische Perspektiven

22.–23. Januar 2026
Donnerstag, 22.01.2025: Beginn 12.00 Uhr
Freitag, 23.01.2025: Ende 17:00 Uhr
Tagungszentrum Hohenheim von der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart, Deutschland

Kirchliche Akteur:innen waren in vielfältiger und komplexer Weise an der europäischen Kolonisierung in den Amerikas, in Afrika, Asien und im Pazifikraum beteiligt. Mission und koloniale Herrschaft gingen Hand in Hand. Gleichzeitig leisteten Missionare und Missionsschwestern humanitäre Hilfe und stellten sich immer wieder auch auf die Seite der Unterdrückten. Der kirchliche Beitrag zur kolonialen Beherrschung einerseits und zur Befreiung aus kolonialer Unterjochung andererseits ist bis heute Gegenstand heftiger Diskussionen, sowohl in den früheren Kolonialmetropolen als auch in den ehemals kolonisierten Gebieten.

Was wissen wir heute über die damalige Rolle von Kirchen und Mission? Wie wird sie von der jüngeren historischen Forschung bewertet und in den jeweiligen Gesellschaften erinnert? Wie lassen sich die verschiedenen Erinnerungskulturen konstruktiv zueinander in Beziehung setzen? Wie könnten differenzierte Erzählungen und Bewertung gelingen, die Ambivalenzen nicht ausklammern? Und welche Schlüsse ziehen wir daraus für den heutigen Umgang mit kolonialem Erbe in den Kirchen und der Gesellschaft – auf ideeller wie auf materieller Ebene, etwa mit Blick auf geraubte Kulturobjekte oder das fotografische Material der Missionsarchive? Welche Ansätze gibt es, Theologie, Kirche, Seelsorge und Religionsunterricht antirassistisch zu denken und gestalten?

Darüber wollen wir in interaktiven Workshops mit Expert:innen aus verschiedenen Bereichen ins Gespräch kommen. Eingeladen sind alle, die sich für das Thema interessieren, insbesondere historisch und theologisch Arbeitende aus Wissenschaft und Praxis, Lehrkräfte, Studierende, kirchliche Haupt- und Ehrenamtliche sowie Multiplika-tor:innen aus der politischen, historischen, antirassistischen und religiösen Bildungsarbeit.

Kupfer, Katanga, Konzerne in der Kolonie – wieso Nostalgie?

26.01.2026, 18:00 - 19:30 Uhr
Veranstalter:  VHS Wiener Urania
Kursort: VHS Wiener Urania, Uraniastraße 1 , 1010 Wien
Kursleitung: Dr. lic. phil. Daniela Waldburger
Kosten: € 7,00

Warum erinnern sich ehemalige Minenarbeiter der Union Minière du Haut-Katanga in Lubumbashi (DR Kongo) mit Nostalgie an ausbeuterische Arbeitsbedingungen und Maßnahmen zur Kontrolle ihres Privatlebens? Mit Methoden aus Linguistik, Anthropologie und Archivforschung zeigt die Vortragende auf, was ehemalige Minenarbeiter als materielle und emotionale „Verlustobjekte" betrachten. Es wird ein partizipativer Forschungsrahmen präsentiert, das „Baraza-Web“, das die Perspektive der forschenden Person mit dem Standpunkt der ehemaligen Minenarbeiter verbindet, um zu zeigen, dass die Machtverhältnisse in einem Forschungsumfeld ständig hinterfragt werden müssen.

Daniela Waldburger, PhD (2012) und Habilitation (2023), ist Senior Lecturer am Institut für Afrikawissenschaften der Universität Wien. Ihre Publikationen umfassen Sprache und damit verbundenen soziale Fragestellungen wie Macht(miss)brauch, Sprache und Gewalt, sowie transnationalen mehrsprachigen Sprachgebrauch.

In dieser neuen Vortragsreihe steht das Nachfragen, die Diskussion, der Meinungsaustausch im Vordergrund. Nach einem Einstiegsreferat gibt es ausreichend Zeit für Austausch und Diskussion.

Mehr Informationen:⁣https://www.vhs.at/de/k/287729288

Filmstart: STOFF – Ein Spitzengeschäft

Starttermin: 30. Jänner 2026
Ein Film von: Katharina Weingartner, Anette Baldauf, Joana Adesuwa Reiterer, Chioma Onyenwe
Österreich 2025 / 88 min
Stadtkino Filmverleih

STOFF – Ein Spitzengeschäft folgt den verschlungenen Pfaden einer Textilgeschichte, die Nigeria und Österreich seit Jahrhunderten eng verwebt. So farbenfroh und vielschichtig wie die Stoffe selbst, porträtiert der zweiteilige Film extravagante Modeikonen und geschäftige Textilproduzent:innen und beschwört dabei die Geister, die in den verborgenen Nähten der Kolonialgeschichte lauern.

Link zum Trailer und Informationen