Die Afrikawissenschaften

Die Afrikawissenschaften sind eine Arealwissenschaft und widmen sich der Erforschung und Beschreibung afrikanischer Gesellschaften, insbesondere ihrer Geschichte, Sprachen und Literaturen. Das Studium befasst sich mit den Grundlagen des Wissens über afrikanische Gesellschaften und der Vernetzung Afrikas mit der Welt, sowie mit der Umsetzung dieses Wissens in beruflicher und anderer gesellschaftlicher Praxis.

Studienabschlüsse sind: Bachelor of Arts (BA), Master of Arts (MA) sowie das Doktorat.

Im Rahmen der afrikawissenschaftlichen Curricula vermitteln wir themenorientiert Geschichts-, Sprach- und Literaturwissenschaften. Zentral für das Selbstverständnis der Afrikawissenschaften ist multi- und interdisziplinäres Arbeiten. Deshalb betonen wir Vielfalt, Diversität und Wandel auch in unseren Wissenschaftskooperationen mit PartnerInnen aus aller Welt.

 Podiumsdiskussion: "Diktatoren verstehen? - Ethisch-politische Herausforderungen philologisch-kulturwissenschaftlicher (Feld-)Forschung"

Die Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät lädt herzlich ein zu einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Dies Facultatis WS 2017/18 zum Thema

DIKTATOREN VERSTEHEN? —Ethisch-politische Herausforderungen philologisch-kulturwissenschaftlicher (Feld-)Forschung

am Dienstag, 23.1.2018 um 18.00 Uhr
im BIG 1 (Hauptgebäude Universität, Universitätsring 1, 1010 Wien)

2018 gedenkt Österreich bedeutender Schlüsselereignisse. 1918 wurde die Republik ausgerufen, 1938 erfolgte der „Anschluss“, es begann die  Verfolgung und Vernichtung von Juden, Demokraten und Andersdenkenden. Die Demokratie und ihre Gefährdung ist aber auch in verschiedenen aktuellen Kontexten im Jahr 2018 ein Thema, in Europa und anderswo. Die Universität Wien diskutiert daher im Wintersemester 17/18 intensiv die Frage nach Zustand und Herausforderungen von Demokratie und Konsequenzen ihres Fehlens.

Die philologisch-kulturwissenschaftliche Fakultät nähert sich dem Thema im Rahmen des Fakultätsvortrags dieses Wintersemesters durch eine Diskussion über das Zusammenspiel zwischen ihren Untersuchungsgegenständen und den politischen Systemen, in denen diese verortet sind oder waren. Neben der Verantwortung der einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler thematisiert die Veranstaltung methodologische Probleme des Zugangs zu Untersuchungsgegenständen aus repressiven Systemen sowie ihrer Auswahl und Veröffentlichung. Philologisch-kulturwissenschaftliche Forschung stößt daher immer wieder an Grenzen, seien sie politisch oder ethisch.

Die Podiumsdiskussion möchte diese ethisch-politische Herausforderungen philologisch-kulturwissenschaftlicher (Feld-)Forschung ins Bewusstsein rücken und, nach Möglichkeit, Lösungen aufzeigen. Die Perspektive erstreckt sich dabei über den Gegenwartshorizont, da eine Faszination am Bösen im kulturellen Gedächtnis gerade ethische Dilemmata besonders wirkungsvoll präsent hält und uns daher zu einer Positionierung auffordert.

Nach einem Initialvortrag von Wolfram Schaffar vom Institut für Internationale Entwicklung diskutieren Angehörige unserer Fakultät verschiedener Institute und der Internationalen Entwicklung mit dem Publikum über ihre Erfahrungen.

Die DiskutantInnen sind:
Petra Dannecker (Internationale Entwicklung)
Rüdiger Frank (Ostasienwissenschaften)
Klaus-Dieter Mathes (Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde)
Stephan Prochazka (Orientalistik)
Kirsten Rüther (Afrikawissenschaften)
Wolfram Schaffar (Internationale Entwicklung)
Susanne Weigelin-Schwiedrzik (Ostasienwissenschaften)

Moderation: Melanie Malzahn

 SAVE THE DATE: Lexical-Functional Grammar Conference 2018

17-19 July 2018, Vienna, Austria
Department of African Studies & Department of Linguistics, University of Vienna

LFG18 welcomes work within the formal architecture of Lexical-Functional Grammar as well as
typological, formal, and computational work within the 'spirit of LFG' as a lexicalist approach to
language employing a parallel, constraint-based framework.
The conference aims to promote
interaction and collaboration among researchers interested in non-derivational approaches to
grammar, where grammar is seen as the interaction of (perhaps violable) constraints from
multiple levels of structuring, including those of syntactic categories, grammatical relations,
semantics and discourse.

We will hold a workshop on Information Structure on 20 July 2018.

On 16 July 2018, there will be a pre-conference excursion, tentatively planned as a return
cruise on the Danube to Wachau. 

More information: http://lfg2018.univie.ac.at

 Preisfrage: "Ist gesellschaftliche Relevanz von Forschung bewertbar und wenn ja, wie?"

Die gesellschaftliche Relevanz von Wissenschaft und Forschung, sei es als “Science for and with Society“, „Open Science“, „Citizen Science“, „Responsible Science“, ist heute in aller Munde.

Nach welchen Kriterien und in welcher Art diese Relevanz messbar sein kann, muss jedoch Gegenstand vertiefter Diskussion sein.

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften schreibt daher einen Preis für die drei besten Antworten auf die Frage „Ist gesellschaftliche Relevanz von Forschung bewertbar und wenn ja, wie?" aus.

Einreichungen können schriftlich bis zum 31. August 2018 an die ÖAW gerichtet werden.

Nähere Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Sie unter: https://www.oeaw.ac.at/preisfrage/.