Forum Südliches Afrika: „Zimbabwe ohne Mugabe - und was jetzt? Die Wahlen 2018 als Richtungsweiser für Zimbabwe und die SADC“

Donnerstag, 15. Februar 2018, 19 Uhr
SADOCC-Bibliothek, 1040 Wien, Favoritenstraße 38/18/1

Armin Rabitsch

Die Wahlen 2008 wurden von den MDC Oppositionsparteien gewonnen und unter Vermittlung des südafrikanischen Präsidenten Mbeki verständigte sich die Regierungspartei ZANU PF mit den zwei MDC Oppositionsparteien auf eine Einheitsregierung. Robert Mugabe blieb jedoch Präsident obwohl er gegen Morgan Tsvangirai die Wahl verloren hatte und Tsvangirai auf Grund der massiven Repression nicht mehr zur Stichwahl antrat. Federführend für den ZANU PF Machterhalt, der sich mit der Wahl 2013 festigte, waren Emmerson Mnangagwa und Armeechef Constantino Chiwenda, welche nun Präsident und Vize-Präsident Zimbabwes sind. Welche Voraussetzungen braucht es für faire Wahlen 2018 und welche Rolle spielen die SADC und die AU dabei. Kann Präsident Mnangagwa ZANU PF und Zimbabwe reformieren und seine Macht festigen? Welche Chancen und Optionen hat die Opposition?

Dr. Armin Rabitsch hat seit 1993 immer wieder in Zimbabwe gelebt und gearbeitet. Seine 2010 verfasste Dissertation behandelt auch die Beziehungen der EU mit der SADC und Zimbabwe. Als international tätiger Wahlexperte versucht er mit der unparteiischen Initiative wahlbeobachtung.org auch Wahlprozesse in Österreich zu verbessern.

Offenes Treffen der Österreichischen Namibia-Gesellschaft

Dienstag, 27. Februar 2018, 18 Uhr
Weinhaus Sittl, Lerchenfelder Gürtel  51, (gegenüber U6 Josefstädter Straße), 1160 Wien

Thema: Reiseerfahrungen aus Namibia

Der Tourismus nach Namibia boomt. Weite Landschaften und exotische Tiere stehen im Vordergrund von Reisewerbung und Routenerstellung der Reisebüros. Wir als Österreichische Namibia-Gesellschaft füllen eine Lücke, indem wir Namibias Menschen in den Vordergrund rücken. Unter welchen Umständen können Reisen nach Namibia Begegnungen mit diesen „auf Augenhöhe“ ermöglichen? Könnte Namibia auch eine Kultur-, Sozial- oder Entwicklungsdestination sein? Welche Möglichkeiten gibt es, aber auch welche Schwierigkeiten und Risken?

Wir sprechen mit Mitgliedern der ÖNG, die Namibia 2017 bereist haben, über ihre diesbezüglichen Erfahrungen: Bernhard Bouzek, Gerhard und Johanna Klingesberger, Manfred Sauer.

Plus: Zwei namibische Kurzfilme über Nam(i)bia

Moderation: Walter Sauer.

Veranstaltung der Österreichischen Namibia-Gesellschaft.

ÖFSE Development Lecture No. 13: „Braucht Afrika einen Marshall-Plan, und wenn ja, welchen?“

Donnerstag, 08.03.2018, 18:00 - 20:00
C3 - Centrum für Internationale Entwicklung, Alois Wagner-Saal, Sensengasse 3, 1090 Wien

Vor dem Hintergrund, dass in Österreich im Kontext der Debatte um Flucht und Migration aus Afrika verschiedentlich die Forderung erhoben wurde, dass es einen „Marshall-Plan“ braucht, um die wirtschaftlichen Aussichten in afrikanischen Ländern rasch und grundlegend so zu verbessern, sodass junge AfrikanerInnen auch in ihren Heimatländern gute Perspektiven haben, soll Realitätsgehalt, Voraussetzungen und mögliche sinnvolle Maßnahmen zur Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung in Afrika, vor dem Hintergrund der in Deutschland weiter fortgeschrittenen Diskussion zum Thema (Compact for Africa, BMZ Marshallplan), diskutiert werden.

Referent: Prof. em. Dr. Robert Kappel war 1996-2004 Professor am Institut für Afrikanistik der Universität Leipzig. Von 2004-2011 war Robert Kappel Präsident des GIGA German Institute of Global and Area Studies in Hamburg. Gegenwärtig forscht er zu den Themen Wirtschaftsentwicklung in Afrika, global value chains und global power shifts.

Eine Veranstaltung der OEFSE.