Warum eine Diversity und Anti-Discrimination Policy für das Institut?

Die Diversity und Anti-Discrimination Policy wurde erarbeitet, um Richtlinien zu schaffen, durch welche alle Interessengruppen am Institut für Afrikawissenschaften zu einem angenehmen und fairen Arbeitsumfeld beitragen können.

Durch diese Policy soll ein Arbeitsumfeld gefördert werden, in dem sich alle wertgeschätzt, akzeptiert und respektiert fühlen. Dies soll sich auch wiederspiegeln in der Haltung/Einstellung aller Mitglieder des Instituts. Eine Verletzung dieser Richtlinien schadet den betroffenen Personen sowie dem Institut. Es kann dazu führen, dass Mitarbeiter*innen und/oder Studierende nicht mehr mit dem Institut in Verbindung gebracht werden wollen/ sich vom Institut distanzieren. Ebenso hat das Zuwiderhandeln der Policy Einfluss auf die zukünftige Aufnahme von Mitarbeiter*innen und/oder Studierende.

Was ist das das Ziel und der Zweck dieser Policy?

Wie bereits in der Policy deutlich wird, sind die Würde und der Schutz aller Personen wichtige Werte am Institut. Die Policy soll nicht dazu beitragen die Redefreiheit einzuschränken. Vielmehr ist ihr Zweck die Rechenschaftspflicht und Verantwortlichkeit der Mitglieder des Instituts zu vergrößern. Denn ohne Rechenschaftspflicht wird die Atmosphäre und der Ruf des Instituts auf lange Frist geschädigt werden.

Wir sollten die Machtdynamiken anerkennen, die in einem Umfeld wie dem unseren existiert. Diese Machtdynamiken können dazu führen, dass sich Opfer von Diskriminierung machtlos fühlen Fälle von Diskriminierung und Belästigung zur Sprache zu bringen.

Sprachgebrauch: Das Institut bringt eine Vielzahl von Individuen mit einer Fülle von unterschiedlichen Lebenserfahrungen zusammen, die jede*r Einzelne anders einschätzt als ein*e andere*r. In dieser Hinsicht sollte der Sprachgebrauch in erster Linie Respekt zum Ausdruck bringen.

Die Policy zielt darüber hinaus darauf ab, jegliche Formen der Belästigung aufgrund des Geschlechts oder der Geschlechtszugehörigkeit (einschließlich Schwangerschaft und Status als Transgender oder transsexuelle Person) zu bekämpfen, und zwar unabhängig vom Geschlecht oder der Geschlechtszugehörigkeit der*des Täter*in/Verursacher*in.


Diversitäts- und Anti-Diskriminierungspolitik des Instituts für Afrikawissenschaften

1. Wir erkennen an, dass wir alle durch unsere "implizite Voreingenommenheit", Sozialisation und/oder strukturelle Privilegien oder das Fehlen von Privilegien, mit verschiedenen Formen und auf unterschiedlichen Ebenen von Diskriminierung, unter anderem aufgrund von Hautfarbe; sexueller Orientierung; Religion; Behinderung; Nationalität; Geschlecht; sozialer Status; Alter; Sprache betroffen sind.

2. Das Institut für Afrikawissenschaften zielt darauf ab, ein sicherer Ort zu sein, um jede Art von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus ansprechen zu können und eine respektvolle Lern- und Arbeitsumgebung für jede*n und jederzeit zu schaffen.

3. Wir setzen uns für die Inklusion und Gleichberechtigung aller Menschen ein, ungeachtet ihrer Hautfarbe; sexueller Orientierung; Religion; Behinderung; Nationalität; Geschlecht; sozialem Status; Alter; Sprache.

4. Wir stehen im Einklang mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und wahren insbesondere die Meinungsfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung (siehe Artikel 191).

5. Wir wollen alle Fälle von Mikro- und Makro-Diskriminierung intern angehen und, wo nötig, Expert*innen und Mitglieder anderer Organisationen einbeziehen (Text von Birgit verlinken).

6. Wir ermöglichen proaktive Maßnahmen wie öffentliche Stellungnahmen, Vorträge, Workshops, Schulungen für die Lehrenden, um Diskriminierung entgegenzuwirken.

7. Wir haben einen transparenten Mechanismus für den Umgang mit anstehenden Diskriminierungsfällen kreiert, mit einer Reihe von Beschwerde- und Beratungsverfahren, Prüfungen und Konsequenzen.

8. Wir garantieren jeder von Diskriminierung betroffenen Person auf Wunsch Anonymität.

9. Wir stellen sicher, dass diese Richtlinie öffentlich zugänglich ist und als Grundlage für Diskriminierungsklagen verwendet werden kann.

10. Diese Richtlinie ist in den folgenden Sprachen verfügbar: Swahili, Bambara, IsiZulu, Hausa, Arabisch, Deutsch, Englisch und Französisch.

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1. https://www.un.org/en/udhrbook/pdf/udhr_booklet_en_web.pdf